
Als ich zusammen mit meiner Familie am Korallenriff vor Punta Cuhita schnorcheln war, konnte ich eine Menge wunderschöner Fische beobachten. Einer jedoch, blieb uns allen besonders in Erinnerung: der Pez León oder Feuerfisch.

Dieser Fisch sieht mit seinen kunstvoll geformten Flossen und den vielen giftigen Stacheln wahrlich majestätisch aus. Aber lass dich von der Schönheit nicht täuschen. Eigentlich ist es etwas schlechtes, dass wir ihn in Cahuita gesehen haben. Der Feuerfisch ist im karibischen Meer nämlich eigentlich nicht heimisch. Es handelt sich um eine invasive Art, die eine ernsthafte Bedrohung für die Riffe darstellt. Denn dadurch, dass sie mehr oder weniger per Zufall in diesen Teilen des Meeres gelandet sind, haben sie wenig bis keine natürlichen Feinde. Das heißt bei ihrer hohen Reproduktionsrate kann sich die Art sehr schnell und ungestört vermehren. Als Nahrung für den Pez León dienen dabei Kleinfische und Krebstiere, die wichtige Bestandteile eines funktionierenden Ökosystem Korallenriff sind. Ihre Stückzahl geht durch den rote-weiß gestreiften Fisch drastisch zurück, wodurch das gesamte Riff aus dem Gleichgewicht gerät.
Der Grund dafür, dass dieser Fisch es bis in die Karibik geschafft hat sind – wen wundert es – wir Menschen. Durch die Haltung der Art als Zierfische und in Aquarien hat es der Fisch ins offene Meer geschafft, teils durch gezielte Freisetzung, teils durch beschädigte Aquarien, wie z.B. in Florida, USA.
Die Bekämpfung dieser Plage ist mühsam, vor allem in Bereichen von Riffen, wo der Fisch sich sein neues Zuhause gesucht hat. Es braucht Jagende mit Speeren, die gezielt diese Art fangen. Um die Fänge zu verwerten wurde mittlerweile angefangen, diesen Fisch auch zu verspeisen.
Wie du siehst: schön aber gefährlich!


Zum Feuerfisch in falschen Gewässern weiss auch die Frankfurter Rundschau zu berichten:
https://www.fr.de/wissen/jagd-feuerfisch-11266735.html
Mahlzeit!